


Kurz darauf hatten Piraten versucht, das Schiff zu entern. Allein dem Schmaläugigen Gijao war es zu verdanken, daß sie diese Begegnung überlebt hatten. Dennoch waren zwölf Besatzungsmitglieder an der verpesteten Atemluft über dem Meer zugrunde gegangen. Die Überlebenden hatten noch Tage darauf unter Schwächeanfällen gelitten.
Das Eiland, das die Besatzung der Karavelle seitdem zum Versteck gewählt hatte, war unbewohnt, und die wenigen Pflanzen, die hier wuchsen, sahen braun und kränklich aus, waren sie doch von den Ausdünstungen der nahen See gezeichnet. Und so schaffte er mit den Seeleuten seit nunmehr fünf Monden Bauholz, Nahrungsmittel und Trinkwasser mühsam vom Festland herbei.
Hilfe von fremden Schiffen wagten sie nicht in Anspruch zu nehmen. Am fernen Horizont waren zwar immer wieder die Umrisse fremder Segler auszumachen, doch da nicht zu unterscheiden war, ob es sich dabei um friedliche Handelsschiffe oder weitere Piraten handelte, hatte
Schiffsführerin Surjadora den Befehl erteilt, sich bis zum Ende der Reparaturen bedeckt zu halten.
Auch die Expeditionen zum Festland hatten sich als gefährlich erwiesen. Schon bei ihrer ersten Erkundungsmission hatte der Seemann Parvateo in den Wäldern des unbekannten Landstrichs drei halbverweste Leichen entdeckt, die kopfüber von einem Baum gehangen hatten. Wer sie dort aufgeknüpft hatte oder warum die Unbekannten dieses Schicksal hatten erleiden müssen, ließ sich nicht sagen. Doch die Toten hatten den Männern Angst eingejagt.
Einen Mond später hatte sich der übergesetzte Holzfällertrupp vor einer Schar kriegerisch anmutender Fremder auf Pferden verstecken müssen, die von dem dumpfen Schlag der Äxte angelockt worden waren. Als sie später Steuermann Lakshapheus von der Begegnung berichtet hatten, hatte dieser vermutet, daß es sich bei den Fremden um Angehörige eines der Reitervölker von Huarama gehandelt habe.
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