




Der Jarmate
Marktplatz von Sadi, nachmittags, einen Tag später
"So, da sind wir!" Kapitän Anaxketos bedeutete dem angeworbenen Eselsführer, sein Tier zum Stehen zu bringen, auf dessen Rücken die Truhe mit den drei Schlössern festgezurrt war. Surjadora fragte sich nicht das erste Mal, was sich wohl darin befinden mochte. Kurz streifte ihr Blick das Tier, dessen Ohren traurig zuckten.
Diese Esel sah man überall in der Stadt. Sie waren am besten dazu geeignet, in den engen Gassen Lasten zu jedem gewünschten Ort zu transportieren.
"Das hier ist der große Marktplatz! Wie ich schon sagte, so schwer ist es nicht, ihn zu finden."
Surjadora schaute sich um und verfluchte den feinen Nieselregen, der ihren Umhang durchweichte. Vier Hauptstraßen zweigten von dem großen Marktplatz ab. Flache, einstöckige Gebäude wechselten mit mehrstöckigen, die im Erdgeschoss Bogengänge mit Läden aufwiesen.
Sadische Kaufleute und Handwerker gingen dort ihrem Gewerbe nach. Sie wurden nicht müde, sich vor ihrer Kundschaft zu verbeugen und den Vorbeieilenden ihre Waren anzupreisen. Neben Töpferwerkstätten, Juwelieren, Gewürzhändlern, Knopf- und Hutmachern konnte sie sogar eine Menagerie entdecken. Aus ihrem Inneren drang ein vielstimmiges Gurren, Knurren, Jaulend und Gackern.