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Einige Stunden, nachdem der Komet die Gezeitenwelt passiert hat, verebbt das kosmische Bombardement, wobei vereinzelte Nachzügler noch bis zu drei Tage nach der Katastrophe auf die Gezeitenwelt stürzen. Am schwersten betroffen ist die nördliche Hemisphäre der Welt. In den Reichen südlich des Äquators hingegen haben die meisten Bewohner die Katastrophe nur als eindrucksvolles Himmelsschauspiel wahrgenommen, wobei es vereinzelt, wie zum Beispiel in Sadi, durchaus zu Meteoriteneinschlägen gekommen ist.

Dass der Unglückskomet wieder in den Weiten zwischen den Sternen verschwindet, kann man auf der Gezeitenwelt nach der Katastrophe nicht beobachten. Weltweit ist der Himmel durch Regenwolken, Asche und Staub verdunkelt. Schwere Unwetter wühlen die Meere auf und vernichten die Ernten auf den Feldern. Manche Regionen erleben sintflutartige Regenfälle, andere Überschwemmungen und Schlammlawinen.

Kurzfristig staut sich die Erdwärme unter der Wolkendecke und es kommt für einige Wochen im Äquatorialbereich bis hin zu 25 Grad nördlicher und südlicher Breite zu einer spürbaren Erwärmung über die im Sommer üblich Temperaturen hinaus. Dies führt noch einmal zu zusätzlicher Meerwasserverdunstung und stärkerer Wolkenbildung.

Auf Monate gesehen kommt es jedoch zu einer weltweiten Abkühlung. Ein Effekt tritt ein, den die Auguren der Horrorszenarien eines atomaren Krieges auf der Erde in den siebziger Jahren »atomaren Winter« getauft haben. Vor allem die Nordhalbkugel erlebt einen verfrühten Einbruch des Winters bzw. eine ungewöhnlich stürmische und langanhaltende Regenzeit. Die guten Tage entsprechen dann einem sehr diesigen Wintertag, wie wir ihn von der Erde kennen. Man kann nachts keine Sterne mehr sehen, ja nicht einmal den Mond.

Es dauerte Monate, bis der in die Atmosphäre gelangte zusätzliche Wasserdampf abregnet. Dabei kann es gelegentlich zu schwarz oder rötlich verfärbtem Regen kommen, da das Wasser den Staub aus den tieferen Schichten der Atmosphäre spült. Der Staub im Grenzbereich zwischen Stratosphäre und Troposphäre hingegen wird sich dort noch etliche Jahre halten. Das heißt, selbst nachdem die extreme Wolkenbildung der ersten Monate zurückgegangen ist, erscheint der Himmel immer noch dunkler als vor der Katastrophe. Die Sonne ist als ein heller Lichtfleck mit unscharfen Kanten wahrzunehmen. Selbst nach dieser »Wetterverbesserung« bleibt der größte Teil der Sterne am Nachthimmel unsichtbar.

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