Im hohen Norden und im tiefen Süden der Welt werden die Winter länger. Da beide Pole der Gezeitenwelt auf Festlandsockeln ruhen, kommt es dort zu einer Vergletscherung. Wasser, das in die Atmosphäre gelangte, geht dort in stärkerem Maße als früher als Schnee nieder und wird somit dem Wasserkreislauf entzogen. Die Eispanzer an den Polen wachsen an. Eiszungen schieben sich nach Norden und Süden. Im Winter werden treibende Eisberge zu einer Gefahr für die Schiffsrouten südlich des Rochlands und südlich Eulykiens. Durch die Wasserkonzentration an den Polkappen und in den Hochgebirgen beginnt sich der Meeresspiegel zu senken. Dies geschieht sehr langsam, doch über die Jahre sinkt der Weltmeeresspiegel (zusätzlich zum oben beschriebenen Phänomen der höheren Dichte des Wassers) um einige Meter, was katastrophale Folgen für die Schiffahrt hat. Häfen verlanden, ganze Küstenlinien verändern ihren Verlauf. Zwischen den Kontinenten Esanuk und Ajuna entsteht eine Festlandbrücke.
Durch die Katastrophe und die folgende Klimaveränderung, sind sämtliche Reiche in ihrem Bestand gefährdet. Die ganze Welt befindet sich im Umbruch. Es kommt zu Völkerwanderungen, weil fruchtbare Gebiete plötzlich zu kalt oder zu trocken werden, um ihre Bewohner weiterhin zu ernähren.
Es wird rund fünfzig Jahre dauern, bis das Klima wieder annähernd den Verhältnissen entspricht, die am Tag vor der Begegnung mit dem Kometen herrschten. Und diese fünfzig Jahre sind die Epoche, von der im Gezeitenweltzyklus erzählt werden soll. Eine Epoche, in der sich mehr als nur das Klima verändert. Eine Zeit, in der Reiche entstehen und wieder vergehen und eine Zeit, in der die Magie in die Welt zurückkehrt.


