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Die Rote Kammer

... noch Stellung der Frau
Die Beute gehört ihr alleine, während sie andererseits als Beute ihres Gatten gilt, und häufig auch sein Vermögen verwaltet. Die in den alten Sagas besungene Vielweiberei der großen Helden ist selten geworden, muss ein Mann doch äußerst wohlhabend sein, um mehrfach den Brautpreis zu entrichten und eine Frau bei der Werbung zu überzeugen, ihm angehören zu wollen. Auch Kinder gelten als Besitz des Mannes, unterstehen aber der Gewalt der Mutter.

Die Leomanning
Alle Spiele der Jungen streben auf die Leomanning, die Mannbarkeit, hin. Es handelt sich hierbei um die geheime Aufnahme in den Männerbund des Hordes, dessen öffentliches Zeichen das Tragen der Klawa (Klauenmesser) und des Speeres sind. Söhne edleren Geblütes können sich in weiteren Leomannings, zu

 

denen sie der Hord entsendet, Waffen, Rüstung und Roß eines Recknir verdienen, die wie allenthalben Zeichen der ritterlichen Aristokratie sind. Traditionell sind diese Prüfungen die Löwenjagd, an deren Stelle heute aber oft militärische, politische oder gar akademische Herausforderungen getreten sind.

In manchen Gebieten gehören einem Hord auch noch die rechtlosen Minir an, vermutlich Abkömmlinge einer lange unterworfenen, dunkelhäutigeren Urbevölkerung, die kein Recht auf die Leomanning haben und daher auch nicht heiraten dürfen. Kriegsgefangene und Verbrecher werden oft diesen Leibeigenen zugeordnet. Mit Manir unt Minir, sagt man noch heute, tritt ein echter Leone mit Gefolge auf.

 

 

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