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Die Rote Kammer

Vorbilder
Als ich mich 2001 an das Design der VIVO-Runenschrift machte, hatte ich zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen. Sowohl die Gestaltung der Runen als auch ihre Verwendung in den Romanen, ganz zu schweigen von ihrer jeweiligen Übersetzung, sollte auf ihren Ursprung und ihren Sinn verweisen: Welche Kultur oder welche Personen haben die Runen entworfen, welche sie benützt? Wer soll(te) die darin niedergelegten Geheimnisse verstehen können, wer ausdrücklich nicht? Welches Medium eignet sich am besten, um so ein Geheimnis weiterzugeben?

 

 

 

 

 

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Im Zuge meiner Vorbereitung studierte ich 130 Alphabete.
Meine Favoriten waren die Schrift der Tinne- und Cree-Indianer, weiters Faliskisch, Oskisch und Messapisch (alle drei mit dem Etruskischen verwandt) und Glagolitisch (Alt-Slavonisch) - nicht dass ich irgend etwas davon vorher gekannt hätte. Die meisten asiatischen Schriften (von Singalesisch bis Pali-Birmanisch) sind wunderschön, aber eher dazu gedacht, mit der Hand geschrieben, nicht in Stein gehauen zu werden, und außerdem Silbenschriften.

 

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